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POCO X8 Pro vs. Nothing Phone (4a): Welches lohnt sich mehr?

Autorenbild: Lukas Hackbarth
Lukas Hackbarth
vor 7 Tagen
6 Min. Lesezeit

Aktualisiert: vor 2 Tagen

Eigenständige unmarkierte Konzeptgrafik ohne konkrete Produktnachbildungen: POCO X8 Pro vs. Nothing Phone (4a): Welches lohnt sich mehr?
Generische KI-Visualisierung; kein offizielles Herstellerbild.

Das POCO X8 Pro vs. Nothing Phone (4a) ist ein ziemlich interessantes Mittelklasse-Duell. Beide Smartphones bewegen sich preislich in einer ähnlichen Region, verfolgen aber fast gegensätzliche Konzepte.


POCO setzt beim X8 Pro vor allem auf Leistung, einen sehr großen Akku und schnelles Laden. Nothing investiert dagegen stärker in Kamera-Vielseitigkeit, Design und eine eigenständige Software-Erfahrung.


Wer möglichst viel Hardware für sein Geld möchte, dürfte deshalb schnell beim POCO landen. Wer dagegen häufiger fotografiert und ein Smartphone sucht, das sich nicht wie das nächste beliebige Android-Gerät anfühlt, sollte das Nothing Phone (4a) genauer ansehen.



Inhaltsverzeichnis



POCO X8 Pro vs. Nothing Phone (4a): Die wichtigsten Unterschiede


Kategorie

POCO X8 Pro

Nothing Phone (4a)

Display

6,59", 1,5K, 120 Hz

6,78", 1,5K, 120 Hz

Prozessor

🟩 Dimensity 8500-Ultra

Snapdragon 7s Gen 4

Speicher ab

🟩 8 + 256 GB

8 + 128 GB

Hauptkamera

50 MP, OIS

50 MP, OIS

Telekamera

–

🟩 50 MP, 3,5x optisch, OIS

Ultraweitwinkel

8 MP

8 MP

Akku

🟩 6.500 mAh

5.080 mAh

Laden

🟩 100 W

50 W

Wasserschutz

🟩 IP68

IP64

Software

HyperOS 3

🟩 Nothing OS 4.1

Sicherheitsupdates

6 Jahre

6 Jahre

Einstiegspreis zum Start

🟩 399,90 € / 256 GB

429,00 € / 128 GB


Die Daten zeigen schon ziemlich gut, worum es hier geht. POCO liefert für sein Geld sehr viel Hardware. Nothing kann dafür einen Vorteil bieten, den man in dieser Preisklasse noch immer selten findet: eine echte Periskop-Telekamera mit 3,5-fachem optischem Zoom.



Leistung: Hier ist das POCO X8 Pro klar stärker


Wer sein Smartphone auch für Gaming nutzt, bekommt mit dem POCO X8 Pro das interessantere Gerät.


Im Inneren arbeitet der MediaTek Dimensity 8500-Ultra mit acht CPU-Kernen, bis zu 3,4 GHz und Mali-G720-MC8-GPU. Dazu kombiniert POCO LPDDR5X-RAM mit schnellem UFS-4.1-Speicher. Xiaomi nennt selbst bis zu 2,28 Millionen Punkte im AnTuTu V11 – ein Herstellerwert, den man nicht eins zu eins mit unabhängigen Benchmarks gleichsetzen sollte, der aber die Positionierung des Geräts deutlich macht.


Auch unabhängige Tests bestätigen den Leistungsvorteil. Notebookcheck bezeichnet die Performance des X8 Pro für diese Preisklasse als ausgesprochen stark und beschreibt das System im Alltag als sehr flüssig.


Das Nothing Phone (4a) setzt auf den Snapdragon 7s Gen 4 mit UFS-3.1-Speicher. Für WhatsApp, Social Media, Browsing, Fotos und normales Multitasking reicht das problemlos aus. In einem Praxistest von TechRadar lief das Smartphone im normalen Alltag flüssig, bei anspruchsvolleren Spielen und längeren Gaming-Sessions zeigten sich aber eher die Grenzen der Plattform.


Der Punkt geht deshalb klar an das POCO X8 Pro.


Display: Zwei unterschiedliche Vorteile


Beim Display ist die Sache deutlich ausgeglichener.

POCO verbaut ein 6,59 Zoll großes 1,5K-AMOLED mit 120 Hz und einer Auflösung von 2.756 × 1.268 Pixeln. Xiaomi nennt bis zu 3.500 Nits Spitzenhelligkeit sowie Gorilla Glass 7i.


Nothing setzt auf ein etwas größeres 6,78-Zoll-AMOLED, ebenfalls mit 1,5K-Auflösung und adaptiven 30 bis 120 Hz. Der Hersteller gibt eine punktuelle Spitzenhelligkeit von bis zu 4.500 Nits an.


Die Herstellerwerte zur Spitzenhelligkeit würde ich allerdings nicht direkt gegeneinander ausspielen, weil solche Messungen unter unterschiedlichen Bedingungen entstehen können.

Praktisch ist die Entscheidung einfacher: Wer ein größeres Display möchte, bekommt beim Nothing mehr Fläche. Das POCO ist mit 157,5 Millimetern Höhe dagegen deutlich kompakter als das 163,8 Millimeter hohe Nothing.


Hier gibt es für mich keinen eindeutigen Sieger.


Kamera: Genau deshalb ist das Nothing Phone (4a) interessant


Auf den ersten Blick sehen 50 Megapixel gegen 50 Megapixel nicht besonders spektakulär aus. Der entscheidende Unterschied steckt aber in der dritten Kamera.


Das POCO X8 Pro besitzt eine 50-MP-Hauptkamera mit Sony IMX882, f/1.5 und optischer Bildstabilisierung sowie eine 8-MP-Ultraweitwinkelkamera. Ein separates Teleobjektiv gibt es nicht. 4K-Video ist mit bis zu 60 Bildern pro Sekunde möglich.


Nothing kombiniert dagegen eine 50-MP-Hauptkamera mit OIS, 8-MP-Ultraweitwinkel und einer 50-MP-Periskopkamera mit OIS und 3,5-fachem optischem Zoom. Nothing wirbt zusätzlich mit bis zu 70-facher digitaler Vergrößerung – wirklich relevant ist für mich aber der optische Bereich.


Eine solche Telekamera findet man in dieser Preisregion längst nicht bei jedem Smartphone.

Das heißt trotzdem nicht, dass das Nothing automatisch in jeder Situation bessere Fotos macht. TechRadar kritisiert etwa eine teilweise schwankende Detaildarstellung und sieht insbesondere beim Ultraweitwinkel noch Luft nach oben. Android Authority beschreibt das 3,5x-Tele dagegen als einen der interessanteren Bestandteile des Kamerasystems und lobt es unter anderem für Porträts und Nahaufnahmen.


Auch das POCO schlägt sich mit seiner Hauptkamera ordentlich. Notebookcheck bescheinigt ihr bei Tageslicht eine gute Dynamik und ansprechende Schärfe. Problematisch wird der Vergleich erst, sobald Zoom ins Spiel kommt: Eine echte Telekamera kann das POCO nicht ersetzen.


Für die Kamera-Vielseitigkeit gewinnt deshalb das Nothing Phone (4a).


Akku und Laden: POCO spielt in einer anderen Liga


Beim Akku fällt das Ergebnis wesentlich eindeutiger aus.


Im POCO X8 Pro steckt ein 6.500-mAh-Silizium-Kohlenstoff-Akku. Geladen wird mit bis zu 100 Watt. Xiaomi nennt unter eigenen Testbedingungen 48 Minuten von 1 auf 100 Prozent. Ein passendes 100-W-Netzteil liegt allerdings nicht bei.


Notebookcheck kam im standardisierten WLAN-Test auf 19 Stunden und 24 Minuten Laufzeit und rund 50 Minuten für eine vollständige Ladung.


Nothing verbaut 5.080 mAh und unterstützt 50-W-Laden. Laut Nothing sind mit einem passenden Ladegerät rund 50 Prozent in weniger als 30 Minuten möglich; der eigene Support nennt etwa 64 Minuten für eine vollständige Ladung.


Das klingt deutlich schwächer als beim POCO, schlecht ist die Laufzeit deshalb aber nicht. TechRadar erreichte bei leichter Nutzung teilweise fast zwei Tage und kam im normalen Alltag problemlos über den Tag.


Trotzdem ist die Entscheidung hier klar: Akku und Ladegeschwindigkeit gehen an das POCO X8 Pro.


Design: Nothing bleibt Nothing


Technisch lässt sich Design kaum objektiv bewerten. Beim Phone (4a) ist es aber ein wesentlicher Teil des Produkts.


Nothing verwendet erneut eine teilweise transparente Rückseite und ergänzt sie um die neue Glyph Bar mit 63 Mini-LEDs. Darüber können etwa Benachrichtigungen, Timer oder Fortschrittsinformationen dargestellt werden.


Das POCO X8 Pro wirkt deutlich konventioneller. Das muss kein Nachteil sein: Wer schlicht ein gutes Smartphone möchte, braucht keine leuchtende Rückseite.

Das Nothing hat aber einen höheren Wiedererkennungswert. TechRadar bezeichnet gerade das Design zusammen mit der aufgeräumten Software als zwei seiner wichtigsten Stärken.


Beim Schutz gegen Wasser hat POCO dagegen den klaren technischen Vorteil: IP68 beim X8 Pro gegenüber IP64 beim Phone (4a).


Nothing OS oder HyperOS?


Für mich gehört die Software zu den wichtigsten Unterschieden dieses Vergleichs.

Das Nothing Phone (4a) startet mit Nothing OS 4.1 auf Android 16. Die Oberfläche bleibt vergleichsweise reduziert und besitzt eine eigenständige Designsprache. Nothing verspricht drei Jahre Betriebssystem-Updates und sechs Jahre Sicherheitsupdates.


Das POCO X8 Pro kommt ebenfalls mit Android 16, darüber liegt HyperOS 3. HyperOS bietet viele Funktionen und Anpassungsmöglichkeiten, wirkt aber auch voller. Tech Advisor bemängelt beim X8 Pro insbesondere die Menge an vorinstallierter Software und Werbeelementen. Gleichzeitig werden vier große Android-Updates und sechs Jahre Sicherheitsupdates genannt.


Damit entsteht eine interessante Situation: Nothing OS gefällt mir als Oberfläche besser, POCO bietet auf dem Papier aber sogar ein zusätzliches großes Android-Upgrade.

Wer möglichst cleanes Android möchte, dürfte mit Nothing glücklicher sein. Wer HyperOS kennt und damit keine Probleme hat, bekommt beim POCO keinen entscheidenden Nachteil bei der langfristigen Unterstützung.


Preis: Genau hier wird das POCO gefährlich


Nothing verlangt in Deutschland offiziell 379 Euro für 8 GB RAM und 128 GB Speicher. Die Variante mit 12 + 256 GB kostet 479 Euro.


Das POCO X8 Pro startete mit 399,90 Euro für 8 + 256 GB, 449,90 Euro für 8 + 512 GB und 479,90 Euro für 12 + 512 GB.


Damit kostet die günstigste Nothing-Version zwar nominell weniger, POCO liefert aber bereits im Basismodell doppelt so viel Speicher.


Noch interessanter wird es bei Angeboten. Zum Zeitpunkt dieser Recherche am 27. September 2026 listet Xiaomi das X8 Pro im eigenen Autumn Sale mit 8 + 256 GB für 369,90 Euro und 8 + 512 GB für 379,90 Euro. Die Aktion endet allerdings bereits am 28. September und eignet sich deshalb nicht als dauerhafte Preisangabe für den Artikel.


Genau deshalb würde ich Preise im Artikel regelmäßig aktualisieren – oder Affiliate-Angebote dynamisch danebenstellen.


Für wen ist das POCO X8 Pro die bessere Wahl?


Das POCO ist vor allem dann interessant, wenn Performance, Akkulaufzeit und möglichst viel Hardware für dein Budget ganz oben stehen.


Mit Dimensity 8500-Ultra, 6.500 mAh, 100-W-Laden, UFS 4.1 und mindestens 256 GB Speicher liefert es in mehreren Bereichen mehr als das Nothing. Dazu kommt IP68.

Seine klare Schwäche ist die Kameraausstattung: Die Hauptkamera ist ordentlich, aber eine echte Telekamera fehlt.


Für wen ist das Nothing Phone (4a) besser?


Das Nothing Phone (4a) würde ich vor allem Nutzern ansehen, denen Kamera-Vielseitigkeit und Software wichtiger sind als maximale Benchmark-Leistung.


Die 3,5-fache Periskopkamera ist in dieser Klasse ein echtes Unterscheidungsmerkmal. Dazu kommen das eigenständige Design, die Glyph Bar und Nothing OS.


Bei Akku, Ladegeschwindigkeit, Speicher und Rohleistung muss man gegenüber POCO allerdings Kompromisse akzeptieren.


Fazit: Das POCO gewinnt die Hardware – Nothing bietet das interessantere Kamera-Konzept


Beim POCO X8 Pro vs. Nothing Phone (4a) wird die Kaufentscheidung überraschend einfach.

Das POCO X8 Pro bietet insgesamt mehr Hardware fürs Geld. Es ist deutlich leistungsstärker, besitzt einen größeren Akku, lädt doppelt so schnell, bietet schon im Basismodell mehr Speicher und hat mit IP68 den besseren Wasserschutz.


Das Nothing Phone (4a) hat dafür einen Vorteil, den man nicht einfach mit mehr Akkukapazität ersetzen kann: seine 3,5-fache Periskopkamera. Hinzu kommen Nothing OS und ein Design, das sich deutlich von anderen Mittelklasse-Smartphones unterscheidet.

Wer maximale Preis-Leistung, Gaming und Akku sucht, sollte deshalb zuerst zum POCO schauen.


Wer dagegen häufiger zoomt, Porträts fotografiert und Wert auf Software und Design legt, bekommt mit dem Nothing Phone (4a) das spannendere Gesamtpaket.


Und genau deshalb funktioniert dieses Duell auch deutlich besser als der Vergleich mit dem Phone (4a) Pro: POCO X8 Pro und Nothing Phone (4a) liegen sowohl beim Preis als auch bei der angesprochenen Käufergruppe nah genug beieinander, bieten aber klar unterschiedliche Stärken.


Ich würde für die neue Grafik jetzt ebenfalls konsequent auf POCO X8 Pro vs. Nothing Phone (4a) umstellen und dort nicht einfach Specs wiederholen, sondern visuell „Performance & Akku“ gegen „Zoom & Nothing OS“ erzählen.


   

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