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Samsung Galaxy Z Fold 8 vs. Xiaomi 18 Fold: Welches Foldable lohnt sich mehr?

Autorenbild: Lukas Hackbarth
Lukas Hackbarth
vor 7 Tagen
6 Min. Lesezeit

Aktualisiert: vor 2 Tagen

Eigenständige unmarkierte Konzeptgrafik ohne konkrete Produktnachbildungen: Samsung Galaxy Z Fold 8 vs. Xiaomi 18 Fold: Welches Foldable lohnt sich mehr?
Generische KI-Visualisierung; kein offizielles Herstellerbild.

Beim Galaxy Z Fold 8 vs Xiaomi 18 Fold treffen zwei sehr unterschiedliche Foldable-Ansätze aufeinander: Samsung setzt auf geringes Gewicht, ausgereifte Software und den unkomplizierten Kauf in Deutschland, während Xiaomi mit stärkerer Kamera-Hardware, größerem Akku und schnellerem Laden punktet.

Samsung bekommt im Foldable-Markt immer stärkere Konkurrenz. Mit dem Xiaomi 18 Fold gibt es jetzt einen besonders interessanten Gegenspieler zum Galaxy Z Fold 8: größerer Akku, ambitioniertere Kamera und schnelleres Laden treffen auf Samsungs ausgereiftes Ökosystem und die unkomplizierte Verfügbarkeit in Deutschlan. Auf dem Datenblatt sieht Xiaomi teilweise sogar überraschend deutlich besser aus. Trotzdem ist das Galaxy Z Fold 8 für viele Käufer hierzulande die vernünftigere Wahl.


Inhaltsverzeichnis



Galaxy Z Fold 8 vs. Xiaomi 18 Fold: Die wichtigsten Unterschiede


Kategorie

Innendisplay

7,6", 120 Hz

7,58", 120 Hz

Außendisplay

5,5"

5,38"

Prozessor

🟩 Snapdragon 8 Elite Gen 5 for Galaxy

XRing O3

Hauptkamera

50 MP

🟩 200 MP

Telekamera

–

🟩 50 MP, 3,5x

Akku

4.800 mAh

🟩 6.000 mAh

Laden

45 W

🟩 67 W

Gewicht

🟩 201 g

219 g

Software/Support

🟩 One UI + langer Support

HyperOS

Deutschland-Kauf

🟩 offiziell erhältlich

Import

Gesamtbild

🟩 unkomplizierter

🟩 stärkere Hardware




Samsung setzt beim Galaxy Z Fold 8 auf ein 7,6 Zoll großes Hauptdisplay und ein ungewöhnlich kompaktes 5,5-Zoll-Außendisplay. Besonders auffällig ist das Gewicht: Mit nur 201 Gramm ist das Foldable inzwischen kaum schwerer als viele klassische Flaggschiff-Smartphones.


Xiaomi verfolgt beim 18 Fold einen ähnlichen Ansatz. Das Gerät ist im zusammengeklappten Zustand relativ kurz und breit und erinnert dadurch eher an einen kleinen Reisepass als an ein langgezogenes Smartphone. Das innere Display misst 7,58 Zoll, außen sind es 5,38 Zoll. Mit 219 Gramm ist es allerdings spürbar schwerer als Samsung.


Beim Design hat Samsung einen überraschend großen Vorteil


Noch vor wenigen Generationen waren Galaxy-Z-Fold-Geräte vergleichsweise schwer und klobig. Beim Z Fold 8 hat Samsung genau an diesem Punkt angesetzt.


201 Gramm sind für ein Book-Style-Foldable bemerkenswert wenig. Auch aufgeklappt ist das Gerät nur rund 4,5 Millimeter dünn. Dadurch verschwindet einer der klassischen Nachteile eines Foldables zunehmend: Man muss nicht mehr dauerhaft das Gefühl haben, zwei Smartphones übereinander in der Tasche zu tragen.


Das Xiaomi 18 Fold wiegt mit 219 Gramm zwar ebenfalls nicht übermäßig viel, ist aber ungefähr 18 Gramm schwerer. Im direkten Hands-on fällt zudem das ungewöhnlich kurze und breite Format auf. Das kann beim Lesen, Surfen oder Videoschauen angenehm sein, ist aber etwas gewöhnungsbedürftiger.


Punkt für Samsung: Wer möglichst wenig Foldable-Gefühl in der Hosentasche möchte, bekommt mit dem Z Fold 8 das leichtere Paket.


Samsung Galaxy Z Fold8 Test


DiriMania hat das Samsung Galaxy Z Fold8 ausführlich getestet und zeigt euch alles Wichtige.

Bei der Kamera dreht Xiaomi den Spieß um


Bei der Kamera wird der Vergleich wesentlich deutlicher.


Samsung verbaut im Galaxy Z Fold 8 zwei rückseitige 50-Megapixel-Kameras für Weitwinkel und Ultraweitwinkel. Eine separate Telekamera gibt es beim normalen Fold 8 nicht. Wer bei Samsung mehr Kamera möchte, muss zum teureren Galaxy Z Fold 8 Ultra greifen.


Xiaomi geht hier wesentlich offensiver vor. Das 18 Fold kombiniert eine 200-Megapixel-Hauptkamera mit einer 50-Megapixel-Ultraweitwinkelkamera und einem zusätzlichen 50-Megapixel-Teleobjektiv mit 3,5-fachem Zoom. Die Kameras entstehen erneut in Zusammenarbeit mit Leica.


Das bedeutet nicht automatisch, dass jedes Foto des Xiaomi besser ist. Die reine Hardware ist aber vielseitiger.


Gerade bei einem Smartphone dieser Preisklasse finde ich eine echte Telekamera sinnvoll. Wer sein Foldable gleichzeitig als vollwertiges Kamera-Smartphone nutzen möchte, bekommt bei Xiaomi deshalb das interessantere Gesamtpaket.


Zwischenfazit Kamera


Xiaomi 18 Fold: klar vielseitigere Kamera-HardwareGalaxy Z Fold 8: solides Setup, aber beim Zoom eingeschränkt


6.000 gegen 4.800 mAh: Beim Akku liegt Xiaomi klar vorne


Auch beim Akku zeigt sich ein großer Unterschied.


Samsung integriert 4.800 mAh und verspricht bis zu 26 Stunden Videowiedergabe. Geladen wird kabelgebunden mit bis zu 45 Watt.


Xiaomi bringt dagegen 6.000 mAh in seinem Foldable unter. Dazu kommen 67 Watt kabelgebundenes und 50 Watt kabelloses Laden. Das sind immerhin 1.200 mAh mehr Kapazität.


Gerade bei einem Foldable halte ich das für wichtig: Das große Innendisplay verführt dazu, deutlich mehr Videos anzusehen, Webseiten zu öffnen oder längere Zeit mit mehreren Apps zu arbeiten. Genau dann kann zusätzliche Akkukapazität einen echten Unterschied machen.

Auch hier gewinnt Xiaomi zumindest auf dem Papier deutlich.


Leistung: Snapdragon gegen Xiaomis eigenen Chip


Samsung setzt auf den Snapdragon 8 Elite Gen 5 for Galaxy. Der speziell angepasste Qualcomm-Chip ist eine bekannte Größe und dürfte für ein Premium-Foldable mehr als genug Leistung bereitstellen.


Beim Xiaomi 18 Fold wird es spannender: Das Foldable nutzt Xiaomis eigenen XRing O3, einen neuen 3-nm-Chip.


Das macht das Gerät technisch interessant, bringt aber auch eine gewisse Unsicherheit mit sich. Beim Snapdragon wissen wir inzwischen sehr gut, wie sich die Plattform hinsichtlich Leistung, Effizienz, Spielekompatibilität und langfristiger Unterstützung verhält. Beim neuen Xiaomi-Chip müssen umfangreichere Langzeiterfahrungen erst noch entstehen.


Für normale Nutzung dürften beide Geräte mehr als schnell genug sein. Für mich wäre der Prozessor deshalb kein entscheidendes Kaufkriterium.


Software: Hier spricht einiges für Samsung


Hardware ist bei Foldables nur die halbe Geschichte.

Samsung entwickelt seine Fold-Serie seit Jahren weiter und hat Android und One UI stark an das große Display angepasst. Multitasking, mehrere Apps nebeneinander und der Wechsel zwischen Außen- und Innendisplay gehören inzwischen zu den Kernfunktionen der Serie.


Dazu verspricht Samsung für das Galaxy Z Fold 8 sieben Betriebssystem-Upgrades und Sicherheitsupdates.


Das Xiaomi 18 Fold läuft mit HyperOS. Erste Hands-ons loben zwar das Format und die Hardware, weisen aber auch darauf hin, dass die Software noch nicht in jeder Situation perfekt an das ungewöhnliche Displayformat angepasst wirkt.


Wer einfach ein ausgereiftes Foldable möchte, hat bei Samsung daher aktuell die sicherere Wahl.


Der größte Xiaomi-Nachteil hat nichts mit der Technik zu tun


Und hier kommen wir wahrscheinlich zum wichtigsten Punkt für Käufer in Deutschland.

Das Xiaomi 18 Fold wird bislang offiziell nur in China verkauft. Ein regulärer Deutschland- oder Europa-Start wurde bislang nicht angekündigt. Der chinesische Einstiegspreis liegt bei 10.999 Yuan.


Wer das Gerät trotzdem kaufen möchte, kann es beispielsweise bereits bei TradingShenzhen als Import bestellen.


Ein China-Import bedeutet allerdings nicht automatisch große Einschränkungen. Im Alltag funktioniert in der Regel fast alles wie gewohnt, inklusive Google-Diensten und der Nutzung in deutschen Mobilfunknetzen. Unterschiede gibt es meist nur in einigen wenigen Bereichen, die man vor dem Kauf kennen sollte:


  • Nicht jedes in Deutschland genutzte Mobilfunkband muss (optimal) unterstützt werden.

  • Einzelne Systemfunktionen oder vorinstallierte Dienste können auf den chinesischen Markt ausgelegt sein.

  • Android Auto oder bestimmte Google-Funktionen (Google Wear) können je nach Modell und Softwarestand Einschränkungen haben.

  • Garantie, Rückgabe und Reparaturen laufen bei einem Import anders als bei einem offiziell in Deutschland vertriebenen Gerät.


Für technikaffine Nutzer sind diese Punkte meist gut überschaubar und müssen kein Ausschlusskriterium sein. Gerade beim Xiaomi 18 Fold kann der Import attraktiv sein, weil das Gerät technisch einige Dinge bietet, die Samsung in dieser Form nicht liefert.


Wer allerdings rund 1.500 Euro oder mehr für ein Foldable ausgibt und möglichst wenig Aufwand haben möchte, sollte die Unterschiede zu einem regulären Deutschland-Kauf trotzdem berücksichtigen.


Das Xiaomi 18 Test


Einen guten Eindruck vom ungewöhnlichen Format, der Displayfalte und insbesondere der Kamera vermittelt MORE Magazine im ausführlichen Hands-o / Test zum Xiaomi 18 Fold.



Welches Foldable würde ich kaufen?


Rein anhand der Hardware würde ich das Xiaomi 18 Fold spannender finden. Der große 6.000-mAh-Akku, schnelleres Laden und insbesondere die Kombination aus 200-Megapixel-Hauptkamera und Teleobjektiv sind starke Argumente. Samsung wirkt beim normalen Galaxy Z Fold 8 dagegen fast etwas konservativ.


Beim tatsächlichen Kauf in Deutschland dreht sich die Situation aber. Das Galaxy Z Fold 8 ist leichter, offiziell erhältlich, einfacher zu reparieren und softwareseitig berechenbarer. Dazu kommt der lange Update-Support. Vor allem muss man sich nicht mit den typischen Fragen eines China-Imports beschäftigen.

Deshalb würde ich es so zusammenfassen:


du ein möglichst unkompliziertes Foldable für den Alltag suchst, Wert auf geringes Gewicht und langen Software-Support legst und dein Smartphone regulär in Deutschland kaufen möchtest.


du bereit bist zu importieren und möglichst viel Hardware möchtest. Vor allem Kamera, Akku und Ladegeschwindigkeit sprechen für Xiaomi.


Fazit: Xiaomi gewinnt die Specs – Samsung den unkomplizierten Kauf


Der Vergleich zwischen Galaxy Z Fold 8 und Xiaomi 18 Fold zeigt ziemlich gut, wie stark die Konkurrenz im Foldable-Markt inzwischen geworden ist.


Xiaomi bietet bei Akku und Kamera schlicht mehr Hardware. Besonders die 6.000 mAh und die zusätzliche Telekamera hätte ich auch gerne im normalen Galaxy Z Fold 8 gesehen.

Samsung hat dafür an einer anderen Stelle einen großen Schritt gemacht: 201 Gramm sind für ein Foldable dieser Größe hervorragend. Dazu kommen die ausgereifte Software, sieben Jahre Support und die reguläre Verfügbarkeit in Deutschland.


Wer einfach ein sehr gutes Foldable kaufen und benutzen möchte, ist mit dem Galaxy Z Fold 8 momentan auf der unkomplizierteren Seite.


Wer dagegen Lust auf etwas Besonderes hat und einen Import nicht scheut, bekommt mit dem Xiaomi 18 Fold eines der technisch interessantesten Foldables des Jahres.


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